Jiras-Gedichte
  Schwarzer Engel
 

Schwarzer Engel

Flügel,

Federn,

schwarze Schwingen,

leise Tränen,

Blut durchtränkt,

der Vorhang der Nacht.

Du, der Engel, hattest über mich gewacht,

liegst nun tot in deinen Federn,

Kalkweiß dein ewiges Gesicht.

Was ich fühle?

Angst oder Trauer?

Wut?

 

Fliege,

Fliege,

schwarzer Engel,

bist schon tot,

doch fliegst du noch!

 

Deine Federn umspielen dich,

deine Kleider umflattern dich,

 

Fliegen,

Fliegen,

 

Fallen....

 

Dann,

nur ein Geräusch,

ich bin mir sicher,

schaue aus dem Fenster,

deine Schwingen nicht mehr erkennbar,

Nur eine Feder bleibt mir von dir.

Der Rest liegt vor mir auf der Straße,

zertrümmert,

Tot,

dein Blut färbt alles rot.

 

Ich habe dich erschlagen,

deinen schönen Körper aus dem Fester geschmissen.

Ich werde dich vielleicht sogar vermissen,

Aber eines habe ich nicht,

ein schlechtes Gewissen

 
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